Grundtypen der Mobilfunk Anlagen

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Auf dieser Seite stelle ich die Grundtypen der Mobilfunk Stationen vor.

Vodafone, Jägersburger Str. 1 A, 64625 Bensheim Langwaden

Omnizelle mit 3 Antennen, Ansicht

Auf diesem Bild ist eine klassische Omnizelle mit drei Antennen zu sehen. Sowas ist nicht mehr leicht zu finden, da sie zumindest in Ballungszentren stark vom Aussterben bedroht sind. Deshalb ist der Standort nicht mehr innerhalb meines Listengebietes.

Der mittlere Stab ist die Sendeantenne. Bei den äußeren Empfangsantennen wird Diversity zur Empfangsverbesserung eingesetzt. Zusätzlich sind noch Vorverstärker installiert, die man deutlich unten an den Antennen sehen kann.

Zur Optik gibt es wenig zu sagen! Ich hoffe nur, daß der Hauseigentümer ausreichend "Schmerzensgeld" für diese Installation bekommt.

Omnizelle mit drei Antennen, Detail

Diese rundstrahlenden Standorte gibt es auch noch mit zwei und sehr selten auch mit einer Antenne. Ich denke aber, das kann man sich auch ohne Bild vorstellen. Ein paar weitere Rundstrahlantennen gibt es bei den Mikrozellen zu sehen.

Also gleich weiter zu den sektorierten Standorten.

Vodafone, Maingaustr. 16, 63179 Obertshausen

drei Antennen pro Sektor, Ansicht

Diese Variante mit drei Antennen pro Sektor ist heute immer seltener anzutreffen.

Früher waren solche Konstruktionen noch notwendig, als die Antennen und die sonstige Hardware nur eine Funktion bereitstellen konnten. Die beiden äußeren Antennen sind für den Empfang zuständig. Durch den Einsatz von zwei Empfangsantennen und dem Einsatz von Diversity kann man den Problemen des Fadings beikommen. Die mittlere Antenne ist die Sendeantenne.

drei Antennen pro Sektor, Detail

Vodafone, Sonnemannstr., 60314 Frankfurt

drei Antennen pro Sektor vertikal, Ansicht

Auf der Großmarkthalle in Frankfurt kann man dann diese Konstruktion in vertikaler Anordnung sehen. Der Mast für die Antennen ist schon ewig da, wärend die Richtfunkinstallation relativ neu ist. Vodafone hat hier im Bereich erst vor kurzem angefangen, die für D2 eher untypischen Standorte mit Standleitungsanbindung, gegen solche mit Richfunkanbindungen auszutauschen.

drei Antennen pro Sektor, Detail

T-Mobile, Lämmerspieler Str., 63165 Mühlheim

zwei Antennen pro Sektor auf einer T-Vermittlung

Diese Variante mit zwei Antennen pro Sektor sieht man sehr häufig. Hier noch dazu ganz klassisch auf einer Ortsvermittlungsstelle der Telekom.

Sie können wie in diesem Fall auf einem Träger montiert sein. Es kommen aber auch Bauarten mit drei Einzelmasten vor. Bei der Bauform mit zwei Antennen kann man horizontales Diversitiy nutzen. Hierbei fungiert dann eine Antenne als Sende-/Empfangsantenne, die zweite nur als Empfangsantenne.

zwei Antennen pro Sektor

Vodafone, Luxemburgerallee 42, 60385 Frankfurt

zwei Antennen pro Sektor, vertikal

Nicht so häufig anzutreffen ist diese Bauart. Die vertikale Anordnung macht den Aufbau etwas schlanker. Diversity wäre hier zwar auch möglich, jedoch bringt vertikales Diversity fast nichts. Außerdem ist der Abstand beider Antennen für Diversitiy sehr gering. Also wahrscheinlich ist oben die Empfangsantenne und unten die Sendeantenne.

zwei Antennen pro Sektor, vertikal

T-Mobile, Heinrich-Krumm-Str. 17, 63073 Offenbach

zwei Antennen pro Sektor an den Hausecken befestigt

Bei größeren Gebäuden wird eher die Bauart gewählt, indem die Antennen an den Hausecken befestigt sind. Man will damit ja schließlich nicht das Dach beheizen.

T-Mobile, Mühlheimer Str. 378, 63075 Offenbach

eine X-Pol Antenne pro Sektor, Ansicht

Und wer hätte es gedacht? Es gibt inzwischen auch Anlagen, die mit nur einer Antenne auskommen.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit, wie schon die zwei Antennenanschlüsse vermuten lassen. Bei diesen X-Pol Antennen sind zwei um 90° in der Polarisation verdrehte Antennen in einem Gehäuse integriert. Wer sich dafür näher interessiert findet entsprechende Informationen beim Antennenhersteller Kathrein bei meinen Links.

Speziell in Innenstädten findet man solche Anlagen gerne. Es sind damit sehr kompakte und unauffällige Aufbauten möglich, auch wenn dieses Beispiel eher das krasse Gegenteil zeigt.

eine Antenne pro Sektor, Detail

Vodafone, Seligenstädter Str. 14, 63073 Offenbach

eine Antenne pro Sektor Dualband GSM und UMTS

Zu dieser Kategorie gehört auch dieser Standort. So sehen die gewöhnlichen Dualbandstandorte von Vodafone aus. Oben sieht man schön die 900 MHz Antennen, während sich darunter die 1800 MHz Antennen befinden.

Aber wieso ist das Bild zweimal da? Schaut mal genau hin. Auf dem linken Bild sieht man den Urzustand mit 1800 MHz Antennen. Auf dem rechten Bild wurden diese Antennen gegen GSM/UMTS Breitbandantennen ausgetauscht. Da könnt Ihr mal sehen, wie gering die optischen Unterschiede sind.

Schick finde ich die kleine Richtfunkantenne, die hier verwendet wurde.

Nicht so schick dagegen, der bollige Kabelkanal dessen Anfang und Ende man noch auf den Bildern sieht und die dezente Hauseinführung der Kabel und Schläuche.

Klimatisierung und Hauseinführung der Kabel

Mobilcom, Im Eschig 33, 63075 Offenbach

UMTS Station von Mobilcom, Ansicht

Auf diesen Bildern sieht man exemplarisch eine UMTS Anlage von Mobilcom.

Wie man erkennen kann, ist auch hier kein Unterschied zu den 1800 MHz GSM Anlagen zu sehen. Eines fällt jedoch auf! Neben den üblichen zwei Antennenanschlüssen geht noch ein weiteres Kabel in die Antenne. Mobilcom hat sich offensichtlich für den ganz neuen Antennentyp entschieden, bei dem man den elektrischen Downtilt fernsteuern kann.

UMTS Station von Mobilcom, Detail

Orange (Schweiz), genauer Standort nicht bekannt

einzelner Sektor mit Richtfunk
Bilderspende von Olivier Liede.

Dies ist ein einzelner 1800 MHz Sektor von Orange mit im Verhältnis zur schlanken Antenne doch riesiger Richtfunkinstallation.

Hier sieht man, daß es durchaus nicht unbedingt bedeutet, wenn nur eine Zelle pro Standort angegeben ist, daß es sich um einen Rundstrahler handelt.

e·plus, Hausener Str., 63165 Mühlheim-Lämmerspiel

Repeaterantennen an Hochspannungsmast, Ansicht

Das ist doch ein schöner Hochspannungsmast - nicht wahr? Es sind aber tatsächlich Antennen dran. Die fallen aber im Fachwerk des Hochspannungsmasts erfreulich wenig auf. Und dabei ist zu beachten, daß dies die Seite ist, wo man noch am meisten davon sieht.

Der kleine Kasten beinhaltet die komplette Technik des Repeaters, und die tadellose Beschriftung ist auch e·plus like.

Der Repeater vergrößert die Zelle indem die Signale empfangen und verstärkt an der jeweils anderen Antenne wieder abgestrahlt werden.

Repeater Beschriftung der Antennenkabel Repeaterantennen auf Hochspannungsmast, Detail

Orange, Schweiz

abfahrbereiter mobiler Mast von Orange

Ein Standort muß nicht immer fest installiert sein. Hier sehen wir eine mobile BTS. Zuerst zusammengeklappt auf dem Anhänger und dann am Bestimmungsort aufgestellt.

aufgestellter mobiler Mast von Orange
Bilderspende von Olivier Liede.

GSM-R, Bahnhof Mühlheim/Main, 63165 Mühlheim

GSM-Railway Standort, Ansicht

Hier ist ein GSM-R Standort zu sehen. Das ist eigentlich kein neuer Typ im Sinne der obigen Standorte. Ich habe ihn jedoch trotzdem in dieser Rubrik aufgenommen, weil GSM-R Standorte oft eine ganz charakteristische Eigenheit aufweisen.

GSM-R Standorte haben in der Regel nur 2 Sektoren, da sie nur den schmalen Streifen der Gleise versorgen müssen. Dazu passen auch die ungewöhnlich breiten Antennen mit dem kleinen Öffnungswinkel.

Wer noch grübelt, welches nun die GSM Antennen sind. Oben sind die Antennen für den analogen Zugfunk, während darunter die GSM Antennen angebracht sind.

Im Wasserturm, den man im Hintergrund sehen kann, hat e·plus seine Basisstation versteckt. Kompliment an die Jungs! Bis auf das eine Zeichen, was man nicht verstecken kann, ist nichts von der Station zu sehen. :-)

GSM-Railway Standort, Detail

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© Matthias Fonfara
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